ÜBERSPANNUNG des 12 Volt - Systems -
- 2Strokewheeler
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Ich habe die Suche schon bemüht, weiß nicht recht, ob dieses Thema schon diskutiert und insbesondere ob es schon gelöst wurde?
ÜBERSPANNUNG des 12 Volt - Systems.
Ich habe recht schnell nach meinem Twizy-Kauf diesen Jahres von 12Volt - Batterien gelesen, welche den Tod sterben, weil sie mit zu hoher Ladespannung beaufschlagt werden.
Habe folglich einen Voltmeter in mein Cockpit gebastelt und diesen direkt ohne Umwege mit einem nagelneuen Kabel an die 12Volt- Batterie angeschlossen.
Und siehe da: Spannung steigt oft bis auf 14,9Volt, ist meist bei 14,6 Volt, sinkt im Schlaf-Zustand kaum unter 13,8Volt.
Habe nun von überlasteten Kabeln, Glühbirnen , Hupen etc. gelesen bis hin zum Totalausfall des Twizy aufgrund defekter 12V-Batterie oder noch schlimmer: Durchgebrutzeltem BMS ...
Welche Spannung ist für den Twizy überhaupt gesund? Zum Beispiel an meinem Wohnmobil, jetzt 41Jahre alt ohne Kummer und Sorgen, geht's beim Laden bis maximal 13,6 Volt.
Kann ich so einfach weiterfahren? Ich möchte ja noch jahrelang mit dem Twizy leben.
Muss man da was ändern? Und wenn ja, wie habt Ihr das Thema gelöst ?
Viele Grüße
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- 2Strokewheeler
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Warum der Renault Twizy die 12‑V-Batterie überlädt
Der Twizy hat kein klassisches 12‑V-Ladegerät. Stattdessen macht das Fahrzeug Folgendes:
1. Der DC‑DC‑Wandler lädt mit ca. 14,4–14,7 Volt
Er wandelt die 48‑V-Traktionsbatterie auf ~14,5 V herunter.
Das ist exakt die Spannung, die bei AGM‑Batterien der „Absorptionsphase“ entspricht.
→ Im Normalfall wäre das ok, wenn der Ladevorgang kontrolliert abläuft.
2. Der Twizy lädt jedoch dauerhaft, sobald er eingeschaltet ist
Und genau hier liegt das Problem:
Der Twizy:
bemisst die Ladezeit nicht nach Batteriezustand,
geht nie in die Erhaltungsladung (Float ~13,5–13,8 V),
sondern hält die hohe Spannung von ~14,7 V ständig, solange die Zündung an ist.
Was passiert dadurch?
AGM‑ oder Bleiakkus werden ständig „überkocht“
Die Batterie gast → trocknet aus → verliert Kapazität → stirbt frühzeitig
Viele Twizy‑Batterien halten deshalb nur 1–2 Jahre
Das erklären viele Forenbeiträge – dein Eindruck passt also genau zu dem, was andere Fahrer berichten.
Warum macht Renault das so?
Der Twizy sollte möglichst einfach konstruiert werden:
kein komplexes Batteriemanagement für 12 V
günstiger Serien‑DC‑DC‑Wandler ohne Ladeprofil
wenig Elektronik, um das Fahrzeug billig zu halten
Der 12‑V-Akku ist lediglich als Puffer gedacht.
→ Nur: In der Praxis führt das zu chronischer Überladung.
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- Goldbacher
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www.twizy-forum.de/probleme-twizy/89586-...ng-ladegeraet-debugging?start=195#258102
Lösen (?) kann man das Problem auch mit einer anderen Batterie, z. B. LiFePo mit BMS.
www.twizy-forum.de/tipps-und-tricks-twizy/83231-12v-batterie-austausch-alternativen
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Die 14,xV sind zwar die typische Ladespannung aber die sollte nach der Ladung abgesenkt werden, wie schon bemerkt wurde.
Bei mir dauert es noch etwas - LWS schon wieder ... - ich hatte die Idee schon mal in den Raum geworfen, und nach dem letzten Debakel mit der 12V wollte ich es nun auch mal umsetzen.
Zwei starke Dioden parallel und verpolt in Reihe zur Batterie. Das senkt die Spannung dauerhaft um den Spannungsabfall an den Dioden.
Durch die parallele verpolte Schaltung fließt die Energie zur Batterie und über die andere Batterie zurück.
Wie sich das im Alltag bewähren wird, zeigt sich dann noch.
Ich habe noch dicke Gleichrichterdioden vom "Xenon Gleichrichter" für die Xenon Lichtquelle in Kinoprojektoren.
Aber noch immer nicht nachgeschlagen, was die für einen Spannungsabfall haben und auch nur eine grobe Vorstellung, wie ich es mal einbauen werde.
Ich dachte da an die 50A Anderson-Stecker... wäre auch ein "Quick-Connect" anstatt da an den Polen der Batterie im eingebauten Zustand herum fummeln zu müssen.
Allerdings beschäftigt mich da noch Nässe ... sitzt ja so toll präsent da vorne ungeschützt.
Gut Ding will ja Weil haben ...
Auf jeden Fall ... bei 0,5V Spannungsabfall würden aus 14,5V dann etwas humanere 14,0V werden, usw.
Dem Bordnetz dürfte es auch ziemlich egal sein, das wird ja im Betrieb von vor der Batterie versorgt. Und im Stand ist es ziemlich egal
und es könnte jeder selbst nachbauen - und ohne das Ladegerät ausbauen und modifizieren zu müssen.
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Der Thread ist extrem hilfreich.
Ich zitiere Berthold vom 03 Dez 2023 :
"
Als Referenz zum Nachbauen hier die Spannungswerte an der Batterie gemessen bei unterschiedlichen Zuständen:
Im Stillstand ohne Verbraucher Batteriespannung. = 13,4 V (das ist natürlich Ladungsabhängig )
Zündung ein. ohne zusätzlichen Verbraucher = 14,6 V ( man erkennt , die Batt wird geladen)
Zündung + Fahrlicht = 14,7 V ( die Spannungsstabilisierung arbeitet gut )
Alles aus , aber der Twizy wird geladen = 14,53V ( Die 12 V Batt und der Fahrakku werden geladen.) "
--> da bin ich ja doch mit meinen Messwerten sehr nahe dran bzw. im gesunden Bereich, ? Wundert mich, da auch mein BMW (27Jahre alt) kaum über 13,9V geht
Werde zunächst nochmal ein anderes Messgerät / Multimeter an meine Batterie hängen und vergleichen,
vielleicht hat auch nur meine billige Voltanzeige aus Fernost eine Abweichung ...
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2Strokewheeler schrieb: Kann ich so einfach weiterfahren?
Ja, diese Spannungen im Bordnetz sind leider normal.
Objektiv betrachtet sind Schäden durch diese hohen Spannungen mMn nicht besonders häufig, auch wenn hier sicherlich gleich wieder ein großer Aufschrei erfolgen wird.
Das von Goldbacher verlinkte Ladegerätedebugging macht Mmn nur Sinn, wenn im Fahrbetrieb die Warnlampe für das 12V System anschlägt.
Im noch störungsfreien Alltagsbetrieb bringt das, so wie ich es verstanden habe, noch keine Besserung bzw, Senkung der hohen Bordspannung.
Und wirkliche Langzeiterfahrungen mit LiFePo Batterien liegen auch noch keine vor, oder irre ich mich?
Für das gute Gefühl kannst du beides ausprobieren.
Die hohe Bordspannung senkt aber keine der Maßnahmen.
Selbst ein fabrikneues bzw. von Sender generalüberholtes Ladegerät liefert noch diese hohen Spannungen! (?)
Dann lieber alle 2, 3 Jahre die Bleibatterie durch ein günstiges Exemplar ersetzen.
Eine LiFePo mit BMS sollte aber vor Tiefentladung geschützt sein.
Unter diesem Aspekt könnte ich ein echten Nutzen erkennen.
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- 2Strokewheeler
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Glühbirnen, Hupen und auch Bleibatterien kann man ja mit wenigen Handgriffen austauschen.
Ich hätte nur Angst, wenn aufwendige und teure Komponenten wie das BMS zerschossen werden.
LiFePo mit BMS habe ich bereits zwei:
Eine in meinem KTM-Motorrad, die andere für den Wohnbereich im Wohnmobil.
Dazu meine Erfahrung: Im Motorrad auch nach langer Standzeit kaum Entladung, das Ding hat irre Saft, schmeißt den großen Einzylinder deutlich besser an als Blei.
Im Wohnmobil auch super. Fast 1000€ dafür bezahlt.
Habe die Erfahrung gemacht, daß die Lithium-Batterie unter 0°C keine Ladung annimmt.
Ich habe sie mit einem kleinen Haarfön mit ihrer eigenen Energie leicht erwärmt, über 0°C ließ sie sich dann wieder laden.
Ladespannung sollte im Alltag nicht über 13,9Volt liegen (das entspricht 80% SOC für lange Lebensdauer), alle paar Wochen sollte man sie dann zum Zellausgleich kurzfristig auf 14,6 Volt bringen.
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- Snorre
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Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals "nachweislich" ein BMS an der hohen Bordspannung gestorben ist.2Strokewheeler schrieb: Ich hätte nur Angst, wenn aufwendige und teure Komponenten wie das BMS zerschossen werden.
Generell sind über die Jahre nur wenige BMS-Defekte bekannt geworden.
Und die Ursachen dafür schon gar nicht.
Falls es überhaupt eine andere Ursache als "Alterung" dafür gab.
Unter diesem Aspekt stellt der Twizy aber kein geeignetes Habitat dar.2Strokewheeler schrieb: Ladespannung sollte im Alltag nicht über 13,9Volt liegen
Wie definierst du "Schlaf-Zustand"?2Strokewheeler schrieb: Habe folglich einen Voltmeter in mein Cockpit gebastelt und diesen direkt ohne Umwege mit einem nagelneuen Kabel an die 12Volt- Batterie angeschlossen.
Und siehe da: Spannung sinkt im Schlaf-Zustand kaum unter 13,8Volt.
Bei abgezogenem Zündsschlüssel sollte die Spannung der Bleibatterie zügig unter 12,8V sinken.
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- Berthold
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Je kälter es ist desto höher die Ladespannung.
Eigentlich ist die Ladespannung für den Bleiakku zu hoch. Das erklärt die vielen Ausfälle.
Bei Gen2 Ladern wird ja sogar im Stillstand immer wieder auf 14,x V geladen.
Das Problem lässt sich mit der Hakadi Sodium Batt vermeiden, die hat 16 V Ladeschlussspannung und bis dahin kommt keinen Twizy Lader.
Bei mir ist die Hakadi jetzt genau ein Jahr im Einsatz. Inklusive ca. 4 Monaten Winterpause (60A Sicherung gezogen)
Beim Saison Start waren noch ca. 12,5 V im Hakadi Akku. Sicherung wieder rein , Fahrakku laden auf 100%, Keine Probleme …
Los gehts,,,
Twizy Intens ; EZ 11/16 ; Parrot mit Pioneer-Sub ; H145/13 V135/13; Spacer 10mm; Zusatzlager, Lader Ventilation optimiert ; Mario Hack ; Kaufakku; Rückfahrkamera, Lüftungsschlitze freigeräumt , LED Frontlicht, ToM , LEGASTHENIKER aus NRW
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Kann man dann in meiner Idee auch einfach raus stecken, sollte es mal damit Probleme geben.
Und man hat durch die Steckverbindung auch mal die einfache Möglichkeit, man weis ja nie, ekn Ladegerät anzustecken
《》 Twizy 80 04/2016 & Zoe R240 11/2015 《》
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