Akkutester für Selbstbauakku

  • GeölterBlitz
  • GeölterBlitzs Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Ein Leben ohne Strom ist möglich, aber unwahrschei
  • Beiträge: 2214
  • Dank erhalten: 1317
17 Feb 2026 19:21 - 17 Feb 2026 19:25 #277800 von GeölterBlitz
Akkutester für Selbstbauakku
Läßt sich doch alles per Ohmschem Gesetz bestimmen: Heizstab mit 1500W nehmen, und am Akku anschließen ( in Wassereimer ! )

I = P / U > I = 1500W / 56,0V = 26,79A

Ri = U0 - UL / IL ( siehe Bezeichnungen beim Bericht von Berthold )

Ri = 58,0V - 56,0V / 26,79A = 2,0V / 26,79A = 0,0747 Ohm

Bei einem "guten" Akku mal messen / bestimmen,

weicht der Wert stärker nach oben ab, dann stimmt was nicht !

oder zwei Heizstäbe paralell schalten = doppelter Strom = ca. 54A.......

Seit Uhrzeiten mit bis zu zwei Zusatzladern a. 3kw unterweg's.
Seit 26.04.2026 mit ca. 11,5kw Zusatz Akku ca. 170 km Reichweite
Letzte Änderung: 17 Feb 2026 19:25 von GeölterBlitz.
Folgende Benutzer bedankten sich: Berthold

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Berthold
  • Bertholds Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 2827
  • Dank erhalten: 2548
17 Feb 2026 19:45 - 17 Feb 2026 19:47 #277804 von Berthold
Akkutester für Selbstbauakku

TwizyChrisy schrieb:

Jack-Lee schrieb: Das ist die deutlich sinnvollere Variante um schlechte Verbindungen zu erkennen.
Wobei der Strom schon ein bisschen höher sein sollte, da bei 0,005Ohm einer guten Verbindung sonst kaum was zu messen ist.


In welcher Preisklasse bewegt sich ein Messgerät das zuverlässig Milliohm messen kann und ich hab immer gelesen, daß der Innenwiderstand
der Zellen faktisch gar nicht mit einem "normalen Multimeter" meßbar ist. (Ich bin da leider ziemlich ahnungslos)


Sinnvoll wäre meiner Meinung nach eine Überprüfung eines Selbstbauakkus halt immer bevor mal den Deckel zumacht.


Du misst nicht die Miliohm. Du misst Strom und Spannung und errechnest daraus die Miliohm.
Selbstverständlich ist die Überprüfung sinnvoll bevor Du alles zusammenbaust.
Das ist damit ja auch möglich.

Twizy Intens ; EZ 11/16 ; Parrot mit Pioneer-Sub ; H145/13 V135/13; Spacer 10mm; Zusatzlager, Lader Ventilation optimiert ; Mario Hack ; Kaufakku; Rückfahrkamera, Lüftungsschlitze freigeräumt , LED Frontlicht, ToM , LEGASTHENIKER aus NRW
Letzte Änderung: 17 Feb 2026 19:47 von Berthold.
Folgende Benutzer bedankten sich: Jack-Lee

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • GeölterBlitz
  • GeölterBlitzs Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Ein Leben ohne Strom ist möglich, aber unwahrschei
  • Beiträge: 2214
  • Dank erhalten: 1317
18 Feb 2026 09:38 #277831 von GeölterBlitz
Akkutester für Selbstbauakku

GeölterBlitz schrieb: Läßt sich doch alles per Ohmschem Gesetz bestimmen: Heizstab mit 1500W nehmen, und am Akku anschließen ( in Wassereimer ! )
I = P / U > I = 1500W / 56,0V = 26,79A
Ri = U0 - UL / IL ( siehe Bezeichnungen beim Bericht von Berthold )
Ri = 58,0V - 56,0V / 26,79A = 2,0V / 26,79A = 0,0747 Ohm
Bei einem "guten" Akku mal messen / bestimmen,
weicht der Wert stärker nach oben ab, dann stimmt was nicht !
oder zwei Heizstäbe paralell schalten = doppelter Strom = ca. 54A.......


Wird bei "Belastung" zB. nur 54,0V ( im Vergleich zu einem "guten" Akku ) gemessen,

würde mich das schon stuzig machen !

Seit Uhrzeiten mit bis zu zwei Zusatzladern a. 3kw unterweg's.
Seit 26.04.2026 mit ca. 11,5kw Zusatz Akku ca. 170 km Reichweite

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Mr.Horsepower
  • Mr.Horsepowers Avatar
  • Senior Boarder
  • Senior Boarder
  • Beiträge: 121
  • Dank erhalten: 123
18 Feb 2026 11:00 #277835 von Mr.Horsepower
Akkutester für Selbstbauakku

GeölterBlitz schrieb: Läßt sich doch alles per Ohmschem Gesetz bestimmen: Heizstab mit 1500W nehmen, und am Akku anschließen ( in Wassereimer ! )

I = P / U > I = 1500W / 56,0V = 26,79A

Ri = U0 - UL / IL ( siehe Bezeichnungen beim Bericht von Berthold )

Ri = 58,0V - 56,0V / 26,79A = 2,0V / 26,79A = 0,0747 Ohm

Bei einem "guten" Akku mal messen / bestimmen,

weicht der Wert stärker nach oben ab, dann stimmt was nicht !

oder zwei Heizstäbe paralell schalten = doppelter Strom = ca. 54A.......


Das ist schon mal ganz nett für ein grobes Gefühl.
Allerdings setzt sich der Gesamtwiderstand (hier im Beispiel 75mOhm) aus 14 Innenwiderständen der Zellen und 28 Übergangswiderständen an den Zellpolen zusammen. Wenn dann ein Übergangswiderstand um einn Vielfaches erhöht ist, was einem massiven Problem gleichkommt, dann wird das in der Gesamtmessung nur sehr eingeschränkt sichtbar werden.

Wenn, dann sollte man bei bedeutendem Entladestrom die 13 Spannungen von Zellpol zum nächsten Zellpol messen. Die erforderliche mV-Messung ist für schmales Geld gut verfügbar!
Folgende Benutzer bedankten sich: Berthold, Jack-Lee

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Berthold
  • Bertholds Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 2827
  • Dank erhalten: 2548
18 Feb 2026 21:30 #277870 von Berthold
Akkutester für Selbstbauakku

Mr.Horsepower schrieb:
Wenn, dann sollte man bei bedeutendem Entladestrom die 13 Spannungen von Zellpol zum nächsten Zellpol messen. Die erforderliche mV-Messung ist für schmales Geld gut verfügbar!


Was ja auch direkt die problematische Stelle lokalisiert und zielgerichtete Nacharbeit ermöglicht.

Twizy Intens ; EZ 11/16 ; Parrot mit Pioneer-Sub ; H145/13 V135/13; Spacer 10mm; Zusatzlager, Lader Ventilation optimiert ; Mario Hack ; Kaufakku; Rückfahrkamera, Lüftungsschlitze freigeräumt , LED Frontlicht, ToM , LEGASTHENIKER aus NRW

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Lastenradfahrer
  • Lastenradfahrers Avatar
  • Fresh Boarder
  • Fresh Boarder
  • Beiträge: 20
  • Dank erhalten: 24
23 Feb 2026 20:43 - 23 Feb 2026 21:26 #278062 von Lastenradfahrer
Akkutester für Selbstbauakku
Ich habe meinen Selbstbauakku vor dem Verschließen des Deckels mit einem vorhandenen 750W Ladegerät geladen. Das gibt dann ca. 15A Ladestrom. Alternativ kann man natürlich auch mit einem passenden Tauchsieder entladen.

Schalten kann man die elektrische Verbindung über ein passendes DC-Schütz (Achtung, die meisten sind für AC gebaut) oder durch Nutzung eines Neozed-Sicherungshalter durch Einschrauben einer Neozed-Sicherung (die sind für AC und DC ausgelegt).

Während des Ladevorgangs kann man dann mit einem digitalen Multimeter (bekommt man für 10€) mit 1mV-Auflösung jede einzelne Verbindung jeweils von Gewindestange zu Zellverbinder nachmessen.
Bei mir hatten sehr gute Verbindungen nur 1mV Spannungsabfall. Das sind dann sehr kleine 70mikroOhm. Der größte Einzel-Spannungsabfall entsteht bei mir übrigens auf dem 70 cm langen Busbar am Minuspol.

Die Innenwiderstände der Zellen habe ich nicht gemessen. Da vertraue ich auf die Messwerte von Leah. Und da ich nur 14 Zellen bestellt hatte, habe ich hierzu ohnehin keine Optimierungsmöglichkeit.
Letzte Änderung: 23 Feb 2026 21:26 von Lastenradfahrer.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Lastenradfahrer
  • Lastenradfahrers Avatar
  • Fresh Boarder
  • Fresh Boarder
  • Beiträge: 20
  • Dank erhalten: 24
23 Feb 2026 21:05 - 23 Feb 2026 21:29 #278063 von Lastenradfahrer
Akkutester für Selbstbauakku
Bei meinen Messungen habe ich übrigens folgendes Optimierungspotential für die Zellverbinder identifiziert:

1) Alle gestanzten Zellverbinder sollten mit der flachen Seite nach unten montiert werden. Die leicht gewölbte Seite nach oben zur Mutter. Denn der Kontakt direkt am Alublock des Akkus ist besser als über Gewindestange und Mutter. Letztere sind aus Stahl oder Edelstahl mit schlechter Leitfähigkeit.

2) Die Zellverbinder mit Langlöchern sollte man so montieren, dass die Gewindestange von einer der beiden Zellen ganz am Rand des Langlochs anstößt. Dann ist insgesamt die Kontaktfläche maximiert.

3) Ein Entfetten der Zellverbinder mit Alkohol schadet sicher nicht. Anschließend aber die Kontaktfläche nicht noch mal mit den Fingern berühren.

4) Beschmiert man die Zellverbinder rund um die Langlöcher auf der flachen Unterseite mit ein klein wenig von der Paste Noalox (kleine Tube gibt's für ca 20€), dann kann man noch den hohen Übergangswiderstand der unvermeidlichen Aluminiumoxidschicht deutlich reduzieren. Die Paste enthält offenbar Zinkpartikel, die sich unter Druck durch die Aluoxid-Schicht in das Aluminium hinein bohren und damit einen leitenden Kontakt zum vernickelten Kupfer-Zellverbinder herstellen.
Vor dem Verschrauben der Muttern habe ich die Zellverbinder in der Montageposition etwas hin- und herbewegt in der Hoffnung, dass die Zinkpartikel weiteres Aluoxid an der Kontaktfläche wegschmirgeln.

ACHTUNG: Bitte kein von Bleibatterien bekanntes Batteriepolfett verwenden! Das erhöht nur den Widerstand der Verbindung. Bei Bleiakkus dient es als Schutz gegen Säure und Luftfeuchtigkeit. Mit beidem haben wir hier kein Problem.

5) Falls irgendwo (verzinnte oder vernickelte) Kupfer-Kupfer Verbindungen sind, könnte man laut dem Forum Akkudoktor.net wohl noch Kupferpaste nehmen. Die Paste Noalox ist für Kupfer/Kupfer offenbar ungeeignet.
Ich habe auf Kupferpaste verzichtet, weil meine Übergangswiderstände bereits alle schön klein waren.

Den Rest meiner Tube Noalox werde ich übrigens an TwizyChrisy weiter verschenken. Vielleicht kann er sie dann ja im Workshop einsetzen.
Letzte Änderung: 23 Feb 2026 21:29 von Lastenradfahrer.
Folgende Benutzer bedankten sich: TwizyChrisy, udo229, Kirmet, Frummel

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Berthold
  • Bertholds Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 2827
  • Dank erhalten: 2548
24 Feb 2026 00:09 #278073 von Berthold
Akkutester für Selbstbauakku
Hier ist eine Quelle für die Paste. Noalox

Der Anbieter schreibt:
NOALOX - Antioxidationsmittel - Tube 14 gr.
Noalox ist ein Antioxidationsmittel und wird für elektrische Aluminium-Aluminium und Aluminium-Kupfer Verbindungen eingesetzt. Es ist ideal für LiFePo4 Batterien, welche Kupfer und Aluminium Terminal Anschlüsse besitzen. Die Terminals sollten vorab mit Noalox gereinigt und anschließend mit Noalox nachbehandelt werden. Noalox selbst ist nicht leitend, aber es enthält feines Zink Pulver, welches für guten Kontakt sorgt. Das im Noalx enthaltene Bindemittel sorgt für einen Luftabschluss und verhindert dadurch eine erneute Oxidation.

Twizy Intens ; EZ 11/16 ; Parrot mit Pioneer-Sub ; H145/13 V135/13; Spacer 10mm; Zusatzlager, Lader Ventilation optimiert ; Mario Hack ; Kaufakku; Rückfahrkamera, Lüftungsschlitze freigeräumt , LED Frontlicht, ToM , LEGASTHENIKER aus NRW

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Berthold
  • Bertholds Avatar
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 2827
  • Dank erhalten: 2548
24 Feb 2026 07:43 - 24 Feb 2026 07:52 #278079 von Berthold
Akkutester für Selbstbauakku
Wer gerne liest und Zeit hat für den gibt es hier eine Habilitation der TU Dresten zum Thema :

Stromführende Verbindungen und Leiterwerkstoffe der Elektroenergietechnik
Theorie zum Kontakt- und Langzeitverhalten von Schraubenverbindungen mit Flächenkontakten

Beispiel



Ausarbeitung

Twizy Intens ; EZ 11/16 ; Parrot mit Pioneer-Sub ; H145/13 V135/13; Spacer 10mm; Zusatzlager, Lader Ventilation optimiert ; Mario Hack ; Kaufakku; Rückfahrkamera, Lüftungsschlitze freigeräumt , LED Frontlicht, ToM , LEGASTHENIKER aus NRW
Anhänge:
Letzte Änderung: 24 Feb 2026 07:52 von Berthold.
Folgende Benutzer bedankten sich: Akku61, Pfälzer68, Joker, Kirmet

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: klauszedriverSnorre
   Become a Patron