Lade-Ende immer schon bei 83% SOC - was tun?
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Snorre schrieb:
Dann mach gleich das ganz große Prrogramm:
Also OVMS anschliessen, Twizy einschalten auf Stufe 1 bis der RT-DFC = 30 ansteht und dann in der OVMS Shell:
metric list m.version
metric list v.b.c.voltage
metric list v.b.voltage
metric list v.b.12v.voltage
xrt dtc
xrt dtc clear
und nach etwa 1 Minute dann nochmal
xrt dtc
Bitte unbedingt vor Aufsführung der Kommandos oben rechts in der Ecke den Log Monitor deaktivieren damit die Ausgaben übersichtlich bleiben.
Also: Nach Rückkehr zum Twizy war – wie Du schon prophezeit hast – der Bleianker natürlich komplett leer. Ausgebaut, geladen auf 13,4 V, eingebaut.
Dann Zündschlüssel, RT-DFC 30 wie gehabt, OVMS verbunden.
Das sind die Screenshots:
Anschließend ploppte noch diese Meldung auf:
Ich sehe, dass die Zellen nach wie vor eine zu hohe Spannung haben. Kann das wirklich daher kommen, dass ich ihn mehrmals hintereinander angesteckt hatte?
Sicherung hab ich auch wie vorgeschlagen gezogen, kein sichtbarer Effekt.Snorre schrieb: Da ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass durch die mehrfachen Nachladeversuche die Zellspannung auf über 4,2V angestiegen ist, könntest du im Anschluss auch noch die blaue 60A Sicherung für ein paar Minuten ziehen.
Vielleicht ist das BMS nur etwas aus dem Tritt geraten und fängt sich dadurch wieder.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Genau weiß ich das nicht, weil ich nicht daneben stehengeblieben bin. Beim ersten Mal waren es vielleicht 5 Minuten, danach vermutlich auch sowas in der Größenordnung. Also jedenfalls nicht Sekunden, sondern schon im Minutenbereich, so dass da vielleicht jeweils ein Prozent bei der Ladestandsanzeige dazukommen konnte. Ladestand nach der ersten Abschaltung war in der Anzeige definitiv 83% wie jetzt den ganzen Sommer über, danach ging es je 1 oder 2 % höher.Snorre schrieb: Wie lange wurde denn jeweils nochmal nachgeladen?
Das waren doch sicherlich nur wenige Sekunden oder täusche ich mich?
Da kann die Spannung eigentlich nicht von 4,15V auf über 4,2V gestiegen sein
Hab ich natürlich jetzt auch gemacht.Snorre schrieb: Und zum Schluss das OVMS wieder abstecken, da ich befürchte, dass die 12V Batterie in diesem Zustand nicht mehr geladen wird.
Kann ich im jetzigen Zustand von außen irgendwas tun, um die Zellen unter 4,2 V zu bekommen? Und falls ja, nützt mir das etwas?
Wie immer dankbar für jeden Hinweis von den Experten...
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Also es scheint tatsächlich so zu sein dass alle 14 Zellen ziemlich genau 4,2V haben.
Beim regulären Ladeende sollten die alle noch um 4,15V gelegen haben.
Eigentlich hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass die 3 relativ kurzen Nachladeversuche die Zellspannungen um 0,05V angehoben haben, aber die Werte vom BMS sprechen dann doch eine andere Sprache.
Wie ich bereits befürchtet hatte, arbeitet im aktuellen Zustand der DC/DC-Wandler des Ladegerät nicht.
Eine Entladung des Fahrakku über das 12V Bordnetz scheidet im momentanen Zustand deshalb also aus.
Der DTC-Fehler 3/17 entspricht dem DF240.
Laut Renault Twizy Workshop besagt dieser sogar, dass eine Zelle über 4,4V gestiegen sei.
Lösungsvorschlag aus dem Handbuch: Du sollst den Antriebsakku tauschen.
MWonderlight schrieb: Kann ich im jetzigen Zustand von außen irgendwas tun, um die Zellen unter 4,2 V zu bekommen?
Ja, das sollte möglich sein, wird aber nicht ganz einfach.
1. hinten am Akku an der schwarzen Yazaki-Buchse das Laderelais mit 12V bestromen
2. eventuell reicht das schon, dass der DC/DC-Wandler im Ladegerät seine Arbeit wieder aufnimmt und die Bordspannung ansteigt
3. dann könntest du sämtliche 12V Verbraucher einschalten (Fahrlicht, Scheibenheizung, ...) und warten bis die Spannung im Fahrakku nennenswert sinkt.
Das wird dann aber geraume Zeit dauern.
4. Wenn das nicht funktioniert, musst du zusätzlich vorne am Akku den Ladegerätestecker abziehen und dann dort einen geeigneten Verbraucher mit ~58V anschliessen.
Ich bin kein Elektriker, aber 4 H4 Leuchtmittel in Reihe geschaltet sollten den Zweck erfüllen
MWonderlight schrieb: Und falls ja, nützt mir das etwas?
Das weiß man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, du bist der Debütant.
Ich bin aber verhalten optimistisch.
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Snorre schrieb: Zunächst mal herzlichen Dank, dass du wirklich professionell meine Tipps befolgt hast.
Das versteht sich ja wohl von selbst, dass man nach bestem Vermögen handelt, wenn einem schon so konkret geholfen wird.
Snorre schrieb: Also es scheint tatsächlich so zu sein dass alle 14 Zellen ziemlich genau 4,2V haben.
Beim regulären Ladeende sollten die alle noch um 4,15V gelegen haben.
Eigentlich hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass die 3 relativ kurzen Nachladeversuche die Zellspannungen um 0,05V angehoben haben, aber die Werte vom BMS sprechen dann doch eine andere Sprache.
Wenn sich das so bestätigt, hätten zumindest Mitleser die Erkenntnis gewonnen, dass mehrfaches Pushen des Akkustands per Neu-Anstecken keine so ganz unproblematische Idee sein könnte. Ich lerne ja immer gerne dazu, hätte auf diese Lernkurve aber durchaus auch verzichten können
Snorre schrieb: Wie ich bereits befürchtet hatte, arbeitet im aktuellen Zustand der DC/DC-Wandler des Ladegerät nicht.
Eine Entladung des Fahrakku über das 12V Bordnetz scheidet im momentanen Zustand deshalb also aus.
Der DTC-Fehler 3/17 entspricht dem DF240.
Laut Renault Twizy Workshop besagt dieser sogar, dass eine Zelle über 4,4V gestiegen sei.
Lösungsvorschlag aus dem Handbuch: Du sollst den Antriebsakku tauschen.
MWonderlight schrieb: Kann ich im jetzigen Zustand von außen irgendwas tun, um die Zellen unter 4,2 V zu bekommen?
OK, hast Du dafür für mich noch einen konkreten Hinweis? Brauche ich zwingend einen passenden Stecker dazu, an den ich eine 12V-Quelle anschließe? Oder komme ich da auch mit zwei passenden Messleitungen in die Buchse? Gibts einen Tipp zur Polarität? Vielleicht ein Bild? Höre ich das Relais, wenn es anzieht?Snorre schrieb: Ja, das sollte möglich sein, wird aber nicht ganz einfach.
1. hinten am Akku an der schwarzen Yazaki-Buchse das Laderelais mit 12V bestromen
OK, soweit verstanden. Dann versuche ich mal mein Glück. Auf die Selbstentladung zu hoffen, erscheint auch mir jedenfalls kein geeignetes Konzept mehr zu sein.Snorre schrieb: 2. eventuell reicht das schon, dass der DC/DC-Wandler im Ladegerät seine Arbeit wieder aufnimmt und die Bordspannung ansteigt
3. dann könntest du sämtliche 12V Verbraucher einschalten (Fahrlicht, Scheibenheizung, ...) und warten bis die Spannung im Fahrakku nennenswert sinkt.
Das wird dann aber geraume Zeit dauern.
4. Wenn das nicht funktioniert, musst du zusätzlich vorne am Akku den Ladegerätestecker abziehen und dann dort einen geeigneten Verbraucher mit ~58V anschliessen.
Ich bin kein Elektriker, aber 4 H4 Leuchtmittel in Reihe geschaltet sollten den Zweck erfüllen
MWonderlight schrieb: Und falls ja, nützt mir das etwas?
Tausend Dank für die detaillierte Analyse bis hierher! Ich bin ab morgen erstmal noch ein paar Tage anderweitig unterwegs, gegen Ende der Woche geht es hier weiter.Snorre schrieb: Das weiß man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, du bist der Debütant.
Ich bin aber verhalten optimistisch.
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MWonderlight schrieb:
OK, hast Du dafür für mich noch einen konkreten Hinweis? Brauche ich zwingend einen passenden Stecker dazu, an den ich eine 12V-Quelle anschließe? Oder komme ich da auch mit zwei passenden Messleitungen in die Buchse? Gibts einen Tipp zur Polarität? Vielleicht ein Bild? Höre ich das Relais, wenn es anzieht?Snorre schrieb: Ja, das sollte möglich sein, wird aber nicht ganz einfach.
1. hinten am Akku an der schwarzen Yazaki-Buchse das Laderelais mit 12V bestromen
Mit etwas Geschick und Improvisationstalent ist der Stecker entbehrlich.
Details morgen.
Das Relais hört man wenn es anzieht.
Du machst das schon.
MWonderlight schrieb: Auf die Selbstentladung zu hoffen, erscheint auch mir jedenfalls kein geeignetes Konzept mehr zu sein.
Sehr richtig erkannt.
Selbstentladung findet zumindest im mittleren Spannungsbereich um etwa 3,8V quasi nicht statt.
Ob das bei 4,2V anders ist kann ich nicht sagen.
Darauf hoffen würde ich an deiner Stelle aber auch nicht.
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